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Veröffentlicht 27. Oktober 2014 von NeueInfo in Beauty & Gesundheit
 
 

Was ist Schilddrüsenunterfunktion?


Die Schilddrüsenüberfunktion ist eine weithin bekannte Erkrankung. Weit weniger beachtet, aber nicht weniger störend oder sogar gefährlich ist die Schilddrüsenunterfunktion, auch Hypothyreose genannt.

Sie wird meist erst sehr spät oder gar nicht erkannt. Viele Erkrankte leiden unter den Symptomen ohne sich darüber im Klaren zu sein, dass es sich um eine ernst zu nehmende Krankheit handelt.

Woran erkennt man eine Hypothyreose?

Bei der Schilddrüsenunterfunktion wird der Körper nicht ausreichend mit Schilddrüsenhormonen versorgt. Dies führt zu einer allgemeinen Verlangsamung des Stoffwechsels. Daher geht die Hypothyreose meist mit Müdigkeit und Antriebslosigkeit einher. Der Körper ist allgemein nicht mehr so leistungsfähig, die Konzentration nimmt ab.Muskelverspannungen und Schmerzen können auftreten. Infolge des verlangsamten Stoffwechsels kommt es zudem zu Verstopfungen, Völlegefühl und Übelkeit. Auch ein verminderter Herzschlag kann auf eine Schilddrüsenunterfunktion hindeuten.

Auch die Sexualität wird durch die fehlenden Schilddrüsenhormone beeinflusst. Die sexuelle Lust nimmt ab, junge Frauen können sogar unter Unfruchtbarkeit leiden. Auch zu beachten ist, dass selbst die Psyche angegriffen werden kann. Nicht selten kommt es zu depressiven Stimmungen Ängstlichkeit und Gedächtnisproblemen.

Schilddrüsenunterfunktion Symptome

Symptome lassen sich schwer deuten und sind altersabhängig. Ebenso treten sie nicht in jedem Alter gebündelt auf, können daher bei älteren Menschen auch hintereinander auftreten, was zu einer Nichtbeachtung der Krankheit führen kann. Um dennoch ein paar Symptome zu nennen, kommt hier eine Aufzählung:

  • Müdigkeit
  • Antriebsarmut
  • Gedächtnisstörungen
  • häufiges Frieren
  • Verstopfung
  • Gewichtszunahme
  • trockene Haut
  • Blässe
  • brüchige Nägel und Haare
  • Wassereinlagerungen
  • Menstruationsstörungen
  • langsamer Puls
  • Übelkeit

Wie entsteht eine Schilddrüsenunterfunktion?

Es gibt verschiedene Arten der Schilddrüsenunterfunktion. Zum einen kann die Schilddrüsenunterfunktion durchaus angeboren sein. Das geht meist mit einer zu kleinen, bzw. fehlgebildeten Schilddrüse einher. Andererseits gibt es verschiedene Arten der erworbenen Schilddrüsenunterfunktion.

Schilddrüsenunterfunktion

Was ist Schilddrüsenunterfunktion?

Primäre Hypothyreose

Die primäre Hypothyreose bezeichnet jene Form der Schilddrüsenunterfunktion, die an der Schilddrüse direkt entsteht, dies kann durch Medikamente, Jodmangel oder operative Eingriffe erfolgen.

Sekundäre Hypothyreose

Die sekundäre Hypothyreose bezeichnet jene Form, die durch einen Mangel am Schilddrüsensteuerhormon TRH entsteht. Die tertiäre Schilddrüsenunterfunktion ist die seltenste Form und kann unter anderem durch eine Störung der Kommunikation im Gehirn verursacht werden.

Was kann man gegen Hypothyreose tun?

Das Ziel einer Behandlung ist, ein ausreichende Versorgung des Körpers durch jene Hormone herzustellen, die aufgrund der Unterfunktion nicht vom Körper selbst gedeckt werden kann. Dies kann zum einen medikamentös stattfinden. Dabei gibt es die Möglichkeit, Jod aufzunehmen und so den Jodmangel auszugleichen. Zum anderen gibt es die sogenannte Radiojodtherapie, bei der mit radioaktiv markiertem Jod gearbeitet wird und sich der Patient während der Dauer der Therapie im Krankenhaus aufhalten muss.

Eine weitere Möglichkeit ist eine Operation an der Schilddrüse. Genaueres kann jedoch nur ein Arzt bestimmen und ist auch bei dem kleinsten Verdacht immer hinzuzuziehen.

Einkaufstipps bei einer Schilddrüsenunterfunktion durch Jodmangel

Einen Jodmangel kann man relativ leicht in den Griff bekommen. Wer bei seinen Einkäufen bewusst auf jodhaltige Produkte achtet, bekommt seine Krankheit schnell in den Griff. Die Menge der benötigten Tagesdosis hängt vom Alter des Erkrankten ab. Ein Erwachsener sollte ca. 180 bis 200 Mikrogramm am Tag zu sich nehmen. Schwangere hingegen benötigen mehr Jod. Ca. 230 Mikrogramm werden hier als Richtwert  genannt.

Jod ist in den bekannten Lebensmitteln nicht gerade üppig. Wer folgende Punkte jedoch beachtet, der wird mit dem Jodsalzmangel in Zukunft besser umgehen können.

  • verwende Jodsalz: schmeckt genauso wie normales Salz und liefert zugleich das wichtige Spurenelement. Patienten mit Salzaufnahme-Problemen schauen sich in der Apotheke nach Diätsalz und jodhaltige Kochsalzersatzmittel um.
  • Vollwertig und abwechslungsreiche Ernährung ist Pflicht. Dazu gehört auch der Verzehr von Fisch. Zwei mal Fisch die Woche ist gesund. Jodreiche Tiere aus dem Meer wären Scholle, Schellfisch, Brathering, Seelachs, Kabeljau, Garnelen, Muscheln und Hummer.
  • Milchprodukte enthalten ebenfalls viel Jod. Wer Käse liebt hat damit kein Problem sein tägliches Schnittkäse-Brot zu essen.
  • Jodtabletten während der Schwangerschaft – Worauf einem der Frauenarzt sicherlich auch hinweisen wird!

Übrigens: Nikotin verhindert die vollwertige Jod-Aufnahme – Rauchen ist somit einzuschränken!

Dieser Beitrag ersetzt keine fachmännische Diagnose eines Arztes!