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Veröffentlicht 6. Januar 2014 von NeueInfo in Beauty & Gesundheit
 
 

Wie sehen die Symptome einer Hirnblutung aus?

Je nachdem, um welche Art von Gehirnblutung es sich handelt, können die Symptome einer Hirnblutung ganz unterschiedlich ausfallen.

Gehirnblutung

Gehirnblutung

Im Allgemeinen gibt es vier verschiedene Arten von Gehirnblutungen, die durch verschiedene Ursachen entstehen. Dies sind intrazerebrale Blutungen, Epidural- und Subduralblutungen sowie die Subarachnodialblutung. Für eine weniger spezifische Unterscheidung können Gehirnblutungen zudem nach intrazerebral (im direkten Gewebe) und extrazerebral (außerhalb des Gewebes) unterschieden werden.

Intrazerebrale Blutung

Die häufigste Form der Gehirnblutung ist die intrakranielle, intrazerebrale Blutung, von der weltweit pro Jahr etwa eine Millionen Menschen betroffen sind. Die häufigste Ursache hierfür ist der arterielle Bluthochdruck, der bei Nichtbehandlung über Jahre oder gar Jahrzehnte eine Veränderung kleiner Blutgefäße (Arteriolosklerose) zur Folge hat und schließlich einen Schlaganfall herbeiführen kann, der in etwa 10 bis 17% einen Herzinfarkt auslösen kann. Die intrazerebrale Blutung kann entweder nicht-operativ durch Senkung des Blutdrucks oder Verringerung der Körpertemperatur sowie operativ durch Entlastung der Blutgefäße behandelt werden.

Aktuell erlitt der ehemalige siebenfache Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher bei einem Skiunfall Hirnblutungen. Dabei zog er sich ein Schädel-Hirn-Trauma (SHT) III-Grades zu.


Extrazerebrale Blutung

Eine Epiduralblutung entsteht durch die Fraktur der Schädeldecke, das abgegebene Blut fließt in den Raum zwischen Schädelknochen und Dura mater, sammelt sich zu viel Blut an, fällt der Patient nach der sogenannten Latenzzeit, die meist ohne Symptome verläuft, in ein Koma und muss zeitnah operativ behandelt werden. Zur Entlastung der Hirnhaut wendet man die Kröhnlein-Bohrung an, die es dem Blut erlaubt, hinter dem Ohr und auf Höhe der Augenbrauen abzufließen. Sekundär entstehen durch das Trauma meist Hämatome, die nach der initialen Behandlung auftreten. Diese müssen beobachtet und bei Notwendigkeit ebenfalls operativ aufgelöst werden.

Auch die Subduralblutung ist die Folge einer Schädelverletzung und führt ebenfalls zu Hämatomen (Blutergüssen), die sich zwischen der Hirnhaut und der Spinnengewebshaut ansiedeln. Die Subduralblutung kommt meist in Verbindung mit der Epiduralblutung vor, die Symptome sind ähnlich und führen bei Nichtbehandlung zum Tod. Zur Behandlung der Hämatome muss der Schädel geöffnet werden, nur selten können alle betroffenen Gefäße direkt erkannt werden, was eine regelmäßige Beobachtung des Patienten notwendig macht. Abgesehen vom Alter, dem allgemeinen Zustand des Patienten und seiner Verletzungen liegen die Chancen einer erfolgreichen Behandlung mehrerer subduraler Hämatome relativ hoch, falls sie zeitnah erkannt werden.

Die Subarachnodialblutung ist bei Weitem die seltenste Form der Gehirnblutungen und kommt nur bei etwa 10 Personen pro 100.000 Einwohnern vor. Die Symptome sind meist schwere Kopfschmerzen und plötzlich auftretende Nackensteife, sollte sie nicht zeitnah behandelt werden, kann sie einen Schlaganfall auslösen. Da die sogenannte Spinnengewebshaut trotz moderner Methoden nur schwer erreicht werden kann, betroffene Gefäße nur selten früh erkannt werden und darüber hinaus dauerhaft beschädigt bleiben, stehen die Chancen für Betroffene relativ schlecht. Nur 40 Prozent der Patienten überleben die ersten 30 Tage, weitere 25 Prozent leiden an dauerhaften Behinderungen.