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Veröffentlicht 14. März 2014 von NeueInfo in Beauty & Gesundheit
 
 

Was ist therapeutisches Reiten?


Das Reiten ist inzwischen viel mehr als nur eine Freizeitbeschäftigung. Durch therapeutisches Reiten werden die geistige und körperliche Entwicklung gefördert sowie psychosoziale Probleme und Störungen behandelt.

Therapeutisches Reiten

Reiten ist längst nicht mehr nur ein klicheehaftes Hobby, das von jungen Frauen in der Freizeit gerne ausgeübt wird. Die körperliche und geistige Entwicklung wird durch therapeutisches Reiten positiv unterstützt, aber auch psychosoziale Störungen können erfolgreich behandelt werden.

Schon in der Antike wussten die Menschen um die Wirkung des Reitens, die die Entwicklung behinderter Menschen und die Gesundung von Patienten, deren Bewegungsapparat nachhaltig gestört war, positiv beeinflussen konnte. Das Reiten als therapeutisches Mittel wurde in Deutschland erst nach dem zweiten Weltkrieg bekannt, nachdem Mediziner die genauen Auswirkungen des Reitens auf den menschlichen Körper untersuchten.

Hippotherapie

Die Hippotherapie ist eine Form des therapeutischen Reitens. Die Pferde leiten beim langsamen Reiten ihre Bewegung über das Becken des Patienten an den Körper weiter, wodurch der Gleichgewichtssinn des Reiters geschult wird. Außerdem werden Muskelgruppen gefordert und somit gestärkt, die bei Erkrankungen des zentralen Nervensystems oder des Bewegungsapparates häufig unterfordert sind. Patienten aller Altersgruppen erfahren so eine schonende Besserung ihrer Beschwerden.

Heilpädagogische Förderung

therapeutisches Reiten

Therapeutisches Reiten

Beim heilpädagogischen Reiten steht die Beziehung des Erkrankten zum Pferd im Vordergrund. Im Zuge der Therapie wird das Pferd nicht nur geritten, sondern auch gepflegt und Wissenswertes rund ums Thema Pferd erlernt. Der Stall des Tieres wird gereinigt und in der Gruppe werden Projekte mit dem Pferd geplant und durchgeführt. Das Ziel dieser Therapie ist die persönliche und soziale Entwicklung des Erkrankten. Daher wird die heilpädagogische Förderung mit dem Pferd vor allem bei Kindern und Jugendlichen mit Angststörungen und sozialen Störungen eingesetzt.

Ergotherapeutische Behandlung

In der Ergotherapie werden Menschen jeden Alters, die in ihrer Handlungsfähigkeit im Alltag eingeschränkt sind, auf verschiedene Weisen behandelt, um wieder ganz am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können. Diese Ergotherapie kann durch ein Pferd unterstützt werden. Je nach Krankheitsbild werden Gleichgewicht, Grobmotorik und Koordination gefördert oder soziale Kompetenzen erlernt und das Selbstvertrauen gestärkt. Die ergotherapeutische Behandlung mit einem Pferd richtet sich dabei an Menschen mit den verschiedensten Krankheitsbildern, die sich nach ihrer Erkrankung wieder besser im Alltag zurecht finden möchten.

Menschen mit Behinderungen

Das Reiten und die Zusammenarbeit mit dem Pferd hat gerade für Menschen mit Behinderungen einen besonderen Reiz. Es gibt sogar eigene Wettkampfklassen für behinderte Reitsportler. Gemeinsam mit dem Tier können Bewegungseinschränkungen erleichtert und soziale Kontakte geknüpft werden. Es gibt sogar eigene Wettkampfklassen für behinderte Reitsportler. Dabei ist das Reiten auf speziell ausgebildeten Pferden auch für schwerstbehinderte Menschen möglich und kann ihnen nicht nur Freude bringen, sondern durch die therapeutische Wirkung zusätzlich das Leben erleichtern.