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Veröffentlicht 21. Oktober 2014 von NeueInfo in Wohnen
 
 

Woran erkenne ich eine sichere Leiter?

Eine sichere Leiter soll es sein, keine Frage. Doch woran erkenne ich sie? Wir haben die Antwort für Dich!

sichere Leiter

sichere Leiter

Die Leiter ist nahezu in jedem Haushalt vorhanden und dient als allgemeine Möglichkeit, Arbeiten in einer Höhe zu absolvieren, die der Mensch mit seiner Körpergröße nicht erreichen kann. Die Leiter sollte in jedem Fall Möbelstücken wie Stühlen, Hockern oder Tischen vorgezogen werden, wenn es darum geht, eine gewisse Höhe zu überwinden.

Auch, wenn die Leiter als sicher gilt, passieren dennoch im Jahr 90.000 Unfälle mit und während der Benutzung dieser. Das liegt zwar sehr oft an Verwendungsfehlern des Menschen, ist aber auch auf mangelnde Sicherheitsstandards zurückzuführen. Wie Du eine sichere Leiter erkennst, erfährst Du hier.

Welche Leiter soll es werden?

Nicht jede Leiter ist für jedes Vorhaben geeignet. Eine große Auswahl an Leitern lassen sich zum Beispiel beim Hersteller KRAUSE finden. Die gängigsten Leitern sind Aufstell- und Anlegeleitern. Für spezielle Anwendungen existieren jedoch auch besondere Leitern.

Aufstellleiter

Die Aufstellleiter besteht aus zwei Seiten, die in einem bestimmten Winkel aufgestellt werden und somit einen sicheren Stand bieten.

Sie eignen sich für Arbeiten an der Decke in Wohnräumen und generell dann, wenn keine Möglichkeit besteht, eine Anlegeleiter zu verwenden.

Anlegeleiter

Die Anlegeleiter ist eine einfache Leiter, die an eine Kante angelegt wird. Das Gegenstück bildet also das Konstrukt, an dem die Leiter anliegt. Sie eignet sich beispielsweise dazu, im Garten Bäume oder die Terrassenüberdachung zu besteigen. Nach diesem Kriterien solltest Du Deine Leiter auswählen. Keinesfalls darfst Du die Modelle „zweckentfremden“. Verwende niemals eine Aufstellleiter, um sie an einer Kante anzulegen. Hier besteht die Gefahr, dass die Leiter wegrutscht, da sie nicht den nötigen Halt am Boden findet.

Sicherheitskriterien beim Kauf von Leitern

Leiter-Sicherung

Leiter-Sicherung

Eine gute Möglichkeit der Orientierung beim Kauf einer Leiter sind diverse Prüfsiegel von GS oder Tüv. Diese garantieren, dass die Produkte vor dem Verkauf ausgiebig und im Verwendungsrahmen auf Herz und Nieren geprüft wurden.

Bei einem solchen Prüfverfahren werden alle Situationen, in denen die Leiter verwendet werden darf, mit unterschiedlichen Voraussetzungen und Nutzern ausgetestet. Daraus leiten sich die Verwendungsvorschriften ab, die jeder Besitzer einhalten sollte.

Aus welchem Material die Leiter besteht, richtet sich nach Deinem Vorhaben. Leitern aus Holz sind wesentlich günstiger als Leitern aus Aluminium. Sie können insgesamt jedoch schwerer sein, eignen sich aber besonders für die Arbeit an Bäumen, da sie sich vom Stand her anpassen können und einen besseren Halt bieten. Wenn Du eine Holzleiter kaufst, achte besonders darauf, dass diese mit einem Lack behandelt wurde, die das Holz vor Ungeziefer und äußeren Einflüssen schützt.

Eine Aluleiter ist zwar im Vergleich zur Holzleiter kostenintensiver, bietet aber verschiedene Vorteile. So verfügen die meisten Leitern aus Aluminium über eine Ablagemöglichkeit für Werkzeug. Wenn Du eine Leiter aus Aluminium kaufst, achte darauf, dass die Füße aus Gummi bestehen. Dieser sorgt dafür, dass Deine Leiter während der Nutzung einen guten Halt am Boden findet und nicht wegrutschen kann.

Leiterstufe

Leiterstufe

Bei Aufstellleitern (egal aus welchem Material) muss außerdem eine Spreizsicherung vorhanden sein. Diese verhindert, dass die beiden Leiterhälften zu weit auseinander spreizen und die Sicherheit nicht mehr gegeben ist. Eine Aufstellleiter ohne Spreizsicherung ist ein absolutes Unfallrisiko für dich. Die Spreizsicherung kann aus einer Art Gurt bestehen, die beide Leiterhälften fest miteinander verbindet.

Es gibt aber auch Sicherungen aus Metall, die nach dem Aufstellen einrasten und einen festen Abstand der beiden Seiten bewirken. So hast Du immer den optimalen Aufstellwinkel für die Leiter gegeben.

Auch die einzelnen Sprossen der Leiter solltest Du Dir genauer ansehen. Achte darauf, dass diese breit genug sind, um einen sicheren Stand zu haben. Außerdem sollten die Sprossen von Aluminiumleitern ein Profil besitzen, das Dir mehr Halt gibt.

Regelmäßige Kontrollen sind nötig

Sicherheit geht vor

Sicherheit geht vor

Wenn Du die passende Leiter gefunden hast, ist es trotzdem wichtig, dass Du diese vor jeder Benutzung erst einmal kontrollierst. Wenn Du eine Aluminiumleiter besitzt, schau Dir die Gummifüße nicht nur von den Seiten an, sondern auch von unten. Nicht selten kommt es vor, dass sich die Metallstreben der Leiter durch das Gummi drücken und dieser am Boden keinerlei Wirkung mehr hat. In solchen Situationen sehen die Füße von den Seiten noch normal aus und die Auswirkungen sind erst im Ernstfall spürbar. Weiterhin solltest du darauf achten, dass alle Sprossen noch ausreichend fest sind und das Profil nicht abgenutzt.

Die Spreizsicherung sollte noch einrasten bzw. frei von Rissen sein (wenn es sich um Sicherungsgurte handelt), andernfalls kann sie Dir keine Sicherheit mehr bieten. Zum Schluss lohnt sich außerdem ein Blick auf die Scharniere. Diese müssen sich gut bewegen können, dürfen aber nicht zu locker sein.

Generell sollte bei Metallleitern auf die Entstehung von Rost geachtet werden, während Du bei Holzleitern auf Risse im Material achten musst. Holz atmet und so kann es vorkommen, dass sich die Sprossen mit der Zeit lockern und Dein Gewicht nicht mehr tragen können. Außerdem muss das Holz Deiner Leiter immer gepflegt und mit entsprechenden Versiegelungslacken behandelt werden.

Das schützt das Holz vor Feuchtigkeit und anderen Einflüssen, die das Material brüchig/weich machen und Dich bei der Benutzung in Gefahr bringen.
Weist Deine Leiter Mängel auf, sollte sie repariert bzw. durch eine neue ersetzt werden.