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Veröffentlicht 31. Januar 2017 von NeueInfo in Beauty & Gesundheit
 
 

Wie bekommt man eine Kohlenmonoxidvergiftung?

Wie bekommt man eine Kohlenmonoxidvergiftung? Wie schützt man sich davor und was was sind Kohlenmonoxidvergiftungs-Symptome? Wir klären auf!

Kohlenmonoxid (CO)-Vergiftungen sind allgemein seltener geworden. Viele der jährlich 1000 Tote haben ihr Ableben selbst herbeigeführt, z.B. durch Selbstmord durch laufen lassen des Motors mit offenem Fenster in einer Garage. Brandopfer erleiden ebenso häufig vorm eigentlichen Verbrennen eine Kohlenmonoxidvergiftung.

Was ist Kohlenmonoxid?

Kohlenmonoxydvergiftung

Kohlenmonoxydvergiftung

Kohlenmonoxid (CO) ist ein farb- geruch- und geschmackloses Gas, was beim nicht vollständigen Verbrennen (es fehlt an Sauerstoff) von kohlestoffhaltigem Material wie Kohle, Holz, Gas oder Öl entsteht. Man spricht daher auch vom Abfallprodukt – häufig zu finden in alten Autoabgasen, Kamin- und Grillfeuer und Brandgasen von Heizungen.
Kohlenmonoxyd (CO) bindet sich über 250-mal stärker mit Hämoglobin (Hb) als mit Sauerstoff (O). Der Sauerstoff kann kaum noch transportiert werden – was von Beeinträchtigung des Körpers bis hin zum Tode führen kann.

Melden Rauchmelder Kohlenmonoxid in der Wohnung?

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X-Sense Kohlenmonoxidmelder

Die gesetzlich vorgeschriebenen Rauchmelder in Wohnungen schlagen bei erhöhtem Kohlenmonoxidgehalt kein Alarm, dafür sind sogenannte CO-Warngeräte nötig. CO-Melder warnen Bewohner bevor gefährliche Konzentrationen erreicht werden. Leider sind CO-Melder gesetzlich noch nicht vorgeschrieben, doch kann man sich selbst um Schutz im Eigenheim oder in der Wohnung kümmern.

Was sind Kohlenmonoxidvergiftungs-Symptome?

  1. Leichte Kopfschmerzen und kurzatmig bei Anstrengung (20% CO-Hb)
  2. Kopfschmerzen mit vermindertem Urteilsvermögen, Reizbarkeit, Schwindel, verminderte Sehkraft (30% CO-Hb)
  3. Desorientierung, Ohnmachtsanfälle (40-50% CO-Hb)
  4. Krampfanfälle, Verwirrtheit, Bewusstlosigkeit, Atemstillstand bei anhaltender Inhalation (60-70% CO-Hb)
  5. Atemstillstand (80% CO-Hb)

Was tut man bei einer Kohlenmonoxidvergiftung?

  1. Entfernung aus dem Gefahrenbereich
  2. Überdruckbeatmung mit reinem Sauerstoff
  3. Medizin auf Anweisung des Arztes
  4. Bei CO-Hb-Werten über 60% kommt man in eine Überdruckkammer

Gegen eine leichte Kohlenmonoxidvergiftung hilft nur das Entfernen aus der Gefahrenzone und frische Luft. Ein Notarzt wird beim Verdacht auf einer Kohlenmonoxidvergiftung sofort hoch dosiertem Sauerstoff über eine Sauerstoffmaske verabreichen. Ist das Opfer nicht mehr beim Bewusstsein, so werden zu anderen Maßnahmen wie Intubation und Beatmung mit 100 % Sauerstoff gegriffen. Eine Überdruckkammer mit 2-3 Atmosphären Überdruck (hyperbare Oxygenation) für 1-3 Stunden kann ebenfalls indiziert werden.

Wer ist anfällig für eine Kohlenmonoxidvergiftung?

Allgemein kann sich jeder eine Kohlenmonoxidvergiftung zuziehen, doch Raucher haben generell einen erhöhten Kohlenmonoxidwert. Ebenso sind Verkehrspolizisten, Kellner und Servicemitarbeiter in Raucherlokalen mit erhöhten Kohlenmonoxidwerten  im Körper anzutreffen.
Kinder, Jugendliche und alte Menschen sind auf Grund von Nicht-Wissen und Unachtsamkeit genauso gefährdet wie intelligente Menschen, bei denen es ein Leck im Kaminofen gibt.

Welche bleibenden Schäden können eine Kohlenmonoxidvergiftung hervorrufen?

Nach einer schweren akuten Kohlenmonoxidvergiftung wurden bisher vereinzelnd Parkinson-ähnliche Krankheitsbilder beobachtet. Chronische Beschwerden nach einer Kohlenmonoxidvergiftung konnten allerdings bisher nicht nachgewiesen werden.

 

Wichtiger Hinweis:
Die hier zu findenden Informationen dient als Erstinformation und ersetzt nicht die Konsultation eines Arztes. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass bei einem Verdacht von Kohlenmonoxydvergiftung sofort die 112 oder 110 für ärztliche Hilfe angerufen werden muss!